Thilak Mahendran und Lars Hoppmann
Shownotes
Die Website von FITKO: https://www.fitko.de/
Die Website von Thilak Mahendran: https://thilak.de/
ThinkTank https://agoradigital.de/
Transkript anzeigen
00:00:04: Verwaltung Digital Insights, der Vitaco Podcast.
00:00:07: Herzlich willkommen zur achten Folge!
00:00:09: Mein Name ist Lars Hopmann, Geschäftsführer Vorstand.
00:00:12: Dieser Podcast ist für und mit Menschen die digitale Transformation im öffentlichen Sektor nicht nur diskutieren wollen sondern sie ganz konkret ausgestalten.
00:00:23: Zunächst an alle zuhörenden abonniert und teilt gerne diesen Podcast bereitgestellt auf allen bekannten Plattformen.
00:00:31: In dieser Episode waren wir ein Blick in den Maschinenraum der föderalen Digitalisierung.
00:00:36: Wir sprechen vor allem auch über das digitale Fundament, auf dem unser Staat in Zukunft stehen soll!
00:00:43: Es geht um Architektur und Standards aber auch um die Frage wie wir diesen Wildwuchs im digitalen Verwaltungsdeutschland eingefangen bekommen?
00:00:55: Dazu habe ich mir einen Gast eingeladen, der perfekt die Brücke zwischen einer Technologie-orientierten Privatwirtschaft, aber auch der staatlichen Umsetzungskompetenz bildet.
00:01:06: Er war fast ein Jahrzehnt bei IBM in der Beratung und war auch in der Bundesverwaltung tätig, trieb als Innovation Lead beim Singtank Agora Digitale Transformation neue Konzepte voran und leitet heute bei der FITCO die Abteilungen föderales IT Architekturmanagement und Cyber Sicherheit.
00:01:23: Herzlich willkommen!
00:01:24: Tilak Mahendran.
00:01:26: lieber Tilak schön dass du da bist
00:01:28: Lieber Lars, ganz herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:30: Ich freue mich sehr auf heute und auch das Gespräch mit dir!
00:01:35: Du hast lange Zeit schon bei der IBM die Perspektive der Privatwirtschaft kennengelernt... ...und bist nun in einer zentralen staatlichen Steuereinheit – der FITCO.
00:01:43: Aber ist nochmal so handaufsärzt….
00:01:46: Wie viele hast du eigentlich von diesen doch Technologie getriebenen.
00:01:49: Spirit aus der Privatwirtschaft?
00:01:52: wie viel ist da eigentlich so in der in unserer föderalen IT Infrastruktur, in unserem Umfeld?
00:01:58: Wieviel ist davon eigentlich da?
00:02:00: also wie groß ist da der Unterschied für dich?
00:02:03: Erster mal muss man ja festhalten, dass ich das große Privileg hatte in einem Tech-Konzern moderne Arbeitsweisen kennenzulernen.
00:02:11: Moderne Technologien kennen zu lernen und mit sehr vielen kompetenten Menschen auch zusammenzuarbeiten.
00:02:17: Das war ein Glücksfall für mich, weil ich in dieser Zeit eine sehr steile Lernkurve genießen konnte.
00:02:23: Ich hatte ja damals auch schon den ersten Schritt in die Bundesverwaltung getätigt und hier auch erste Erfahrung in der öffentlichen Verwaltungswelt gesammelt.
00:02:34: Insbesondere auf Bundesebene war es mir dann auffällig dass es gewisse Häuser gibt eher progressiv agieren im technologischen Sinne als auch im Zusammenarbeitsmodus.
00:02:46: Und es gibt wiederum andere Häuser, die eher wie eine klassische Behörde beziehungsweise wie ein klassisches Ministerium auch agieren.
00:02:53: also so wie wir die Stereotype kennen und spannend war es dann für mich auch zu verstehen wenn ich dann auch nochmal in die Verwaltung zurückkehre ist.
00:03:01: mir sind mir zwei Dinge wichtig.
00:03:03: Also zum einen möchte ich in dieser Rolle Impact erzeugen und zum anderen muss die auch die neue Welt, die moderne Welt reflektiert und auch mit rein nimmt in die Arbeitskultur.
00:03:16: Und das empfinde ich sehr stark derzeit bei der FITCO.
00:03:18: Ich arbeite mit hochkompetenten Menschen zusammen, die aus idealistischen Gründen ihre fachliche Expertise auch mit reinbringen – es macht einfach enorm Spaß!
00:03:28: Das ist das was mich auch sehr stark an die Privatwirtschaft erinnert, dass ich in Meetings reingehe Und ich mir denke, das sind aber tolle Ideen.
00:03:35: Das sind inspirierende Gedanken.
00:03:36: okay wie können wir das Ganze jetzt in die Umsetzung bringen?
00:03:39: und da fängt der Spaß dann bei mir an?
00:03:41: Ich kann mir gut vorstellen dass es einen anderen Stellen in einer Verwaltung teilweise wenn nicht sogar sehr anders aussieht und ich bin da ein großer Fan davon dass die Menschen auf sich selber hören und dann schauen welche Werte in welchem Behörden auch vorfindbar sind.
00:03:56: meine These wäre hier dass wir in der öffentlichen Verwaltung stärker und stärker in Richtung Fitgo-Modell uns auch entwickeln.
00:04:03: Das ist auch genau meine Wahrnehmung.
00:04:05: Es ist ganz unterschiedlich, mit welchen Player man unterwegs ist und wenn man spricht gerade auf der kommunalen Ebene du hast da wirklich Kommunen die sind auch technologisch ganz ganz weit vorne.
00:04:15: Beispiel KI.
00:04:16: Die haben vor drei vier Jahren schon angefangen mit KI zu experimentieren Haben dann schon die ersten Bots gehabt usw.
00:04:23: Und es gibt tatsächlich die doch klassische verwaltungsorientierten Einheiten.
00:04:27: Da dauert das etwas länger bis dann mal die technologischen Innovationen tatsächlich auch vor Ort eintritt.
00:04:33: Ich starte ja auch jede Folge von mir mit einem Klickmoment.
00:04:37: und da habe ich bei dir einen ganz eindeutigen, wo ich oft dich aufmerksam geworden bin.
00:04:41: Und zwar war das tatsächlich beim IT-Planosuchatz Kongress in Hannover, war der?
00:04:46: Der hast du noch in deiner Rolle bei Agora, beim Singtenk Agora Digital Transformation vorgetragen.
00:04:52: Da war so ein Kernsatz von dir... Wir haben in Deutschland gar nicht so das Problem dass wir zu wenig Digitalisierung haben sondern wir haben eigentlich viel zuviel Digitalisierung, aber so in Stückchen immer.
00:05:05: Und du hast das glaube ich festgemacht in deinem Vortrag da an den verschiedensten Identifizierungs- und Identifikationssystem die wir hier in Deutschland haben?
00:05:12: Das fand ich total interessant!
00:05:13: D.h.,
00:05:13: okay, das Problem ist nicht so wenig Digitalisierung es ist zerstückelte Digitalisierung.
00:05:18: Das fand dich total klasse.
00:05:19: Kannst du das nochmal aus deiner Wahrnehmung auch mal erzählen oder aus dieser Studie heraus was da die wichtigsten Ergebnisse noch waren?
00:05:27: dabei
00:05:28: Natürlich sehr gerne und ich kann mich an den Tag auch noch sehr gut erinnern, weil ich auch an dem Tag viele Menschen wiedergesehen habe mit denen ich jetzt tatsächlich auch sehr eng zusammen arbeite.
00:05:38: So schließen sich auch nochmal die Kreise!
00:05:40: Ich hatte bei der Agora Digitalentransformation an der Stelle einen lieben Gruß an meine ehemaligen Kollegen, die ich nach wie vor noch sehr wertschätze und auch schaue welche Arbeit sie heute durchführen.
00:05:51: Wir haben uns die Frage gestellt oder ich habe mir insbesondere die Frage gestellt was zeichnet denn international erfolgreiche Länder im Kontext der öffentlichen Verwaltungsdigitalisierung aus?
00:06:01: gibt es ein Muster, welches wir ableiten können.
00:06:04: Gibt es gewisse Ansätze die wir ableiden können und dabei festgestellt dass ein besonderer Ansatz der nennt sich Government as a Platform beziehungsweise DPI Digital Public Infrastructure da gibt es kleine Änderungen und Unterschiede zwischen den zwei Ansätzen aber im Großen und Ganzen geht das in eine ähnliche Richtung festgestellt, dass es sinnvoll ist.
00:06:24: Dass wir einen gemeinsamen Kern bereitstellen, wo wir gemeinsame Basisdienste und das sind die Dienste, die du eben angesprochen hast.
00:06:32: Autortifizierung wäre so ein Basis-Dienst.
00:06:34: Bezahlsysteme oder Datenaustauschsysteme – das sind Aspekte, die fachunabhängig sind und deswegen auch vor die Klammer gezogen werden sollten.
00:06:44: Diese Basis Diensten sollten dann aber auch in einer hohen Qualität angeboten werden.
00:06:49: Hoch verfügbar sollte das Ganze sein über Service-Service-Portale das erreichbar sein, mit einem Service Level Agreement versegen und dann können wir auch Verwaltungsleistung schneller bauen.
00:06:59: günstiger bauen, fachverfahren, schneller bauen, günstige bauen, innovativer bauen.
00:07:04: Und dann habe ich mir gedacht, Jud, schaue ich mir mal an was wir in Deutschland so haben?
00:07:07: Ich hab ja auch gewisse Jahre in der Bundesverwaltung verbracht und da auch schonmal den Einblick in die unterschiedlichen Häusern erhalten und war dort schon erstaunt wie Heterogenen die IT-Landschaft innerhalb der Bundesebene sogar aufgebaut ist.
00:07:21: Und ich hatte mir dann den Spaß erlaubt dass ich mir mit einigen weiteren Kollegen Kollegen Dass wir auf die Suche gegangen sind im Internet und geschaut haben, welche Basisdienste haben wir denn derzeit in Deutschland?
00:07:34: Und surprise, surprise!
00:07:35: Es sind relativ viele Basis-Dienst.
00:07:37: Daher kommt auch die Aussage... Eigentlich haben wir schon relativ viel erreicht in der Digitalisierung, wenn wir uns nur die Output-Schiene anschauen.
00:07:45: Wenn wir uns dann die Wirkungsschiene anschoren, dann sehen wir dass wir hier noch einen Riesengap haben das die tatsächlichen Mehrbete auch abgeleitet werden.
00:07:52: Wir haben tatsächlich über hundertdreißig solcher Basisdienste gefunden.
00:07:57: Wir haben diese Basisdienste, die wir erfasst haben dann mal gemappt auf die Government as a platform Logik bzw.
00:08:02: auf die DPI Logik umzuschauen.
00:08:04: welche da bestehenden Basis Dienste zahlen denn auf dieser Logik ein.
00:08:08: dabei sind wir auf etwa dreißig dieser Komponenten herausgekommen.
00:08:12: Spannend war es hier zu sehen.
00:08:13: Einzelne dieser Komponenten kannten wir schon aus der Vergangenheit, andere kannte ich jetzt persönlich noch nicht.
00:08:18: Wir sind dann auf die Suche gegangen, auf Behörden zu sprechen gekommen mit Menschen haben wir Kontakt gesucht in der Verwaltung arbeiten und zu verstehen wie schätzt du denn diese Basisdienste ein?
00:08:30: Und Lars, ich kann dir sagen, die Rückmeldung war sehr bereit von das ist super top!
00:08:35: Ich konnte das innerhalb von kürzester Zeit in meiner Software mit einbinden bis hinzu Ich warte heute noch auf eine Rückmeldung von dem Dienstleister, dass wir dann Gespräche führen können wie die Integration stattfindet.
00:08:48: Und da haben wir das größere Problem neben dem Aspekt, dass Wir lange Zeit nicht abgestimmt auch im föderalen Raum diese Entwicklung getätigt haben.
00:08:59: Haben wir aus dieser historischen Entwicklung heraus jetzt den Fall, dass die Komponenten und Dienste, die wir derzeit produktiv im Einsatz haben Qualitativ sehr heterogen sind.
00:09:09: Die einen sind gut, die anderen sind schlecht, die einen wohnen erst vor X Jahren also vor einigen wenigen Jahren entwickeln, basieren deswegen auf modernen Entwicklungsansätzen, basiert deswegen auf moderner Technologie.
00:09:19: andere wiederum wurden vor etwa zehn fünfzehn jahren entwickelt und Das sage ich jetzt nur zugespitzt, um einen Punkt rüber zu bringen.
00:09:25: So ist es in der Realität nicht aber zugespitzt wurde das seit fünfzehn Jahren nicht mehr angefasst und so empfinden wir dann auch eine Integration bzw.
00:09:33: Dann auch eine Nutzung wenn wir das nutzen wollen, wenn wir uns nämlich anschauen was andere Länder machen.
00:09:39: Dazu hatte ich mir diverse Länder angeschaut und insbesondere auch nochmal angeschauert, ob wir auch Länder finden die auch föderal strukturiert sind.
00:09:50: Haben wir verstanden können dass es relativ wenige Basisdienste sind womit wir starten?
00:09:55: Und das ist die DPI-Logik, da haben wir drei solcher Basis-Dienste.
00:09:58: Die hast du eben auch schon genannt, Authentifizierung Du hast den Punkt Bezahlung und du hast den punkt Datenaustauschsysteme.
00:10:06: Wenn wir uns andere Länder... In diesem Kinderfall, aus der G-twanzigpräsidentschaft von Indien sind auch diese DPI-Prinzipien noch mal auf formeller Ebene beschlossen worden.
00:10:19: Also auf staatlicher Ebene auch nochmal beschlossen.
00:10:21: Wir haben dann wiederum skandinavische Länder die bis zu fünfzehn, zwanzig unterschiedliche Basisdienste anbieten.
00:10:29: in England ist es tatsächlich der Fall.
00:10:31: So ein Großbritannien habe ich auch zehn Jahre meines Lebens verbracht.
00:10:34: Meine Familie ist immer noch in England.
00:10:35: deswegen verfolge sind England, sondern auch die Verwaltungs- digitalisierungsentwicklung in England.
00:10:41: Dort sind es vier solcher Dienste worauf ich hinaus möchte.
00:10:46: das Ganze ist dynamisch.
00:10:48: das ganze ist aber nicht gleichzusetzen mit hundertreißig Basisdiensten.
00:10:52: Sondern im Gegenteil, wir müssen uns anschauen was benötigen wird.
00:10:54: tatsächlich und ich empfinde dass wir hier eine größere Herausforderung haben die wir bisher noch nicht sinnvoll gelöst haben.
00:11:01: Die Frage das wir uns die frage stellen was brauchen wir denn überhaupt für welche Zwecke?
00:11:06: Und sind die A vorhanden B wer nicht?
00:11:08: was ist unser plan um diese zu entwickeln zu lassen und wie können wir sicherstellen dass die Entwicklung dann auch in unsere Systeme mit reinpasst?
00:11:15: und das ist auch eines der gründe.
00:11:16: das ist ne sehr lange Antwort die ich dir gerade gebe Ich fällt mir auch gerade auf.
00:11:20: Das ist auch eine der Gründe, warum ich jetzt am Ende tatsächlich bei der FEDGO gelandet bin weil ich der festen Überzeugung bin dass wir über architektonische Arbeit sehr gut verstehen können was wir benötigen wo wir Lücken derzeit sehen und wie wir das bestehende dann auch weiter entwickeln können.
00:11:38: und da sehe ich das große Potenzial jetzt auch für uns als Deutschland in den kommenden Mon an aber erst recht in den nächsten Jahren.
00:11:44: weil uns fehlte bisher der Bebauungsplan für dieses Haus unterschiedliche Häuser gebaut.
00:11:49: Das eine Haus war zwei Meter hoch, das andere Haus war fünfzehn Meter hoch und wir haben uns dann gewundert warum wir nicht die gleichen Türen installieren konnten in den Häusern weil die Rahmen unterschiedlich groß sind oder warum wir keine gleichen Stecker nehmen konnten weil die Steckdosen unterschiedlich großen.
00:12:05: also hier komme ich zu dem Punkt zu sprechen Standards, Standards im architektonischen Kontexten.
00:12:10: und das sind im Großen und Ganzen die Empfehlungen die wir als Agura dann die Ich damals oder meine Kolleginnen und Kollegen damals als Agur am letzten Jahr auch ausgesprochen haben, du wir müssen gar nicht so groß anfangen.
00:12:20: Lass uns bitte klein anfangen und dann kontinuierlich dynamisch weiterentwickeln mit einem architektonischen Ansatz sodass wir dann auch bedarfsorientiert und fachgerecht diese Entwicklung vorantreiben können und dass die Gefahr nicht ist, die, die wir vielleicht hier und da auch schon in der Vergangenheit hatten das solche Entscheidungen mehrheitlich politisch getroffen worden sind oder mehrheitliche aus einer Sankt-Kostgedanke gefolgt ist.
00:12:46: Wir haben ja jetzt schon die letzten zwanzig Jahre in dieses System investiert, dazu können wir doch nicht einfach so aufgehen.
00:12:52: Dann wäre die Zeit auch umsonst gewesen.
00:12:54: Nein, die Frage ist wie wollen wir mit unserer Zeit in Zukunft umgehen?
00:12:58: Ja,
00:12:59: du sprichst natürlich vorhin auch an was passiert ist und das Thema Deutschlandsteck.
00:13:02: Was ist das Thema deutschen Architektur?
00:13:04: Wie kommen da jetzt natürlich auch voran?
00:13:06: Wo sind da dann auch wirklich die Dinge, orientiert sind und die dann auch wirklich Impact haben bei den Bürgerinnen beim Bürger, bei der Wirtschaft.
00:13:15: Ich möchte aber vorhin nochmal einen Schritt... nochmal so zurückgehen, weil du hast natürlich auch angesprochen und diesen Kontext international finde ich da sehr interessant.
00:13:24: Wir sagen ja auch mal wir sind so stark föderal orientiert und der Föderalismus macht es uns das so schwer und das geht alles gar nicht.
00:13:32: Das wird alles viel besser gehen wenn man nicht mehr föderalt unterwegs ist.
00:13:35: Du hast aber auch gerade angesprochen.
00:13:37: Es gibt dir auch andere föderaler organisierte Staaten.
00:13:40: wie können wir in dieses Spannungsverhältnis eigentlich noch auflösen?
00:13:43: Hast du eine Ideenansatz?
00:13:45: also Kommunalos, sagen wir immer hier das.
00:13:49: Wir singen das hohe Lied der kommunalen Selbstverwaltung vor deiner Stelle und die auf der Bundesebene.
00:13:54: naja Die können ihre Gesetze machen aber wir dann.
00:13:57: wir setzen so um und wir wissen auch wie man es umsetzt.
00:14:00: Wie kann man so eine Blockade irgendwie noch aufheben?
00:14:02: oder siehst du da schon Veränderungen in den letzten Jahren?
00:14:05: In der Zusammenarbeit zumindest im digitalen Kontext über dem wir sprechen?
00:14:08: Die höheren Hörer werden es wahrscheinlich nicht sehen.
00:14:11: Ich lächel schon die ganze Zeit, seitdem du die Frage stellst weil das ein Punkt ist der mir jetzt schon häufiger begegnet ist in den letzten Jahren also.
00:14:19: dafür würde ich auch gerne ein wenig ausholen.
00:14:22: Es gibt ja historische Gründe, warum wir in Deutschland derzeit einen Föderalismus haben.
00:14:26: Es gibt auch Gründe in anderen Ländern, warum der Föederalismus da ist – das bringt viele Chancen mit sich!
00:14:31: Das bringt aber auch viele Herausforderungen mit sich, die wir insbesondere im Verwaltungstigitalisierungs-Kontext jetzt in den letzten zwanzig Jahren oder fast schon dreißig Jahren mittlerweile erlebt haben.
00:14:44: Ich möchte hier auf das Jahr zwei-tausendneuen hindeuten.
00:14:48: Im Jahre zwei-tausendneun gab es ja eine Föderalismusreform und ich bin immer ein großer Fan davon, dass wir uns Systeme anschauen und uns anschauen wie wir dieses System verbessern können und das auch noch reformieren können.
00:15:00: Das wurde getan im Jahre zwei tausend neun, im Jahre zweitausend Neun wurde auch festgestellt.
00:15:04: Es ergibt wahrscheinlich Sinn ,dass wir föderallübergreifend zumindest im Verwaltungsdigitalisierungs Kontext zusammenarbeiten.
00:15:13: Ich hatte mir nämlich letztes Jahr, als ich die Studie aufgesetzt habe, mir auch Modelle angeschaut, die im föderalen Kontext funktionieren können.
00:15:20: Hatte dabei im Rahmen dieser Recherche festgestellt – ich bin da ganz ehrlich, in den vergangenen Jahren hatte ich noch andere Gedanken als die Verwaltungs-Digitalisierung und auch andere Hobbys als die Digitalisierung.
00:15:30: Das ist an mir damals vorbei gegangen.
00:15:32: Da erst im letzten Jahr nochmal festgestellt hat, dass wir hier eigentlich die rechtliche Grundlage gesetzt haben, sodass wir auf einer interföderalen Ebene einen gemeinsamen Boden bereiten.
00:15:42: stellen können, sodass die föderalen Ebenen darauf ihre föderalen Eigenheiten auch entsprechend ausleben können.
00:15:49: Derzeit ist es so, dass wir das Rad auf föderaler Ebene mehrfach neu entwickeln.
00:15:55: Was wir jetzt mit einem Deutschland-Stack, mit Artikel ein, neunzehntel, das ist die föderalistische Form aus dem Jahre zwei tausendneuen hergestellt haben, ist, daß wir die Möglichkeit geschaffen haben einen gemeinsamen Boden zu stellen der Fach unabhängig ist also diese Aspekte wo das Rad nicht neu erfunden werden muss und wo wenn wir das Rat sogar neu erfinden wie uns die Frage können, ist das Rad jetzt dadurch runtergewonnt?
00:16:17: Die Antwort ist natürlich nein.
00:16:18: Das haben wir schon gelöst als Problem.
00:16:20: Das müssen wir nicht neu entwickeln und dass darauf aufbauen die fachlichen und regionalen und föderalen Aspekte dann ihre Innovation, ihre Entwicklungskraft auch leisten können.
00:16:32: Derzeit ist es so, fachunabhängige Aspekte mit reinlaufen muss, sodass wir relativ geschlossene Systeme haben wo eine Authentifizierung in der Rolle spielt.
00:16:43: Wo Bezahlung eine Rolle spielt und wir wollen eine Welt erreichen wo wir eher über Microservices solche Dienste bauen und Diensten von einem Bund oder einer Fitgo mit einbinden die fach unabhängig sind und wo sichergestellt ist Hier fand schon eine Barrierefreiheitsprüfung statt, hier fand schon ne Datenschutzprüfungsstadt.
00:17:05: Hier fanden schon sonstige Prüfungen und Compliance-Sichtungen, fanden hier schon statt so dass es lediglich nur noch eingebunden werden muss.
00:17:15: Schöner wäre es ja noch, wenn du das ganze unentgeltlich einbinden kannst.
00:17:19: Und dass ist das was wir als Fitgo auch jetzt mit unseren bestehenden Produkten schon anbieten können über APIs der Sieße auch unenthältlich angebunden und eingebunden werden kann.
00:17:29: Mein Punkt ist sehr stark diesen Ansatz den wir jetzt wählen eine plattformbasierte Verwaltung passt perfekt zur föderalen Welt weil wie hier durch unsere föderalen Ebenen sogar stärken können.
00:17:42: Die Alternative wäre gewesen, dass wir eine Stelle haben so wie es in anderen Ländern da ist.
00:17:48: Diese Alternative ist übrigens bei uns nicht real weil wir keinen föderales System haben.
00:17:53: Die Alternativin an anderen Ländern ist das es Vorgaben aus einer Stadt heraus gibt und diese Vorgabe umgesetzt werden müssen.
00:18:02: hier sind jetzt die Vorgagen folgende ermöglichen es euch eure Produkte, eure Dienstleistung für Bürgerinnen und Bürger als auch für Unternehmen schneller und günstiger zu bauen.
00:18:13: Und wir stellen sicher das diese Aspekte die besonders kritisch sind und fachunabhängig dass ihr euch überhaupt keine Gedanken dazu machen könnt.
00:18:20: dafür müssen wir aber auch wissen was denn denn eure Bedarfe?
00:18:24: Und da bin ich wieder bei dem Punkt architektonische Arbeit in wie weit das dann auch helfen kann so etwas zu strukturieren auch weiterzuentwickeln.
00:18:32: Indien ist ein föderales Land.
00:18:35: Wir haben Österreich, wir haben den Fall in Australien.
00:18:40: Wo auch ein plattformbasierter Ansatz verfolgt wird.
00:18:44: Wir haben diesen Ansatz teilweise tatsächlich auch in den Vereinigten Staaten wo wir ein föderales Land haben.
00:18:50: in Kanada ist das gleiche.
00:18:52: Eine spannende Anekdote.
00:18:53: vielleicht aus dem letzten Jahr, als ich mir die ausländischen Länder oder die DPI-Länder und Government as a platform Länder im Ausland angeschaut habe.
00:19:03: Habe ich mich insbesondere auch Kanada angeschauen.
00:19:05: Kanada hat ja historisch bedingt eine enge Verbindung zu Großbritannien und sind ja heute noch Teil des Commonwealths und haben deswegen auch nochmal auf staatlicher Ebene einen guten Austausch.
00:19:16: Was Sie dann gemacht haben, ist Folgendes.
00:19:18: Die haben den Code genommen von einem Basisdienst, den Großbritannien entwickelt hat.
00:19:22: Großbrитannien hat das auf Open Source-Basis dann entwickelt und auch bereitgestellt.
00:19:26: Kanada hat sich gedacht... Gut, das Rad wird schon erfunden.
00:19:28: Kopieren wir das und passen es leicht an.
00:19:30: Und die waren innerhalb kürzester Zeit in der Lage dann diesen Dienst auch für die kanadische staatliche Verwaltung dann noch anzubieten.
00:19:38: So stelle ich mir das auch in Zukunft vor dass wir innereuropäisch dann auch solche Aspekte miteinander teilen können oder uns gegenseitig inspirieren können weil spannend wenn wir uns Europa als solches anschauen.
00:19:51: Europa fährt im Großen und Ganzen heute schon eine plattformbasierte Verwaltung.
00:19:55: beispielsweise werden Kommen.
00:19:56: Building Blocks, also letztendlich Basisdienste werden bereitgestellt um teilweise eine Registermodernisierung in den einzelnen Ländern durchzuführen oder auch andere Aspekte durchzufühlen.
00:20:06: Der Sinn der Sache ist das dadurch eine Interoperabilität gewährleistet ist und dass wir Grenzüberschreiten dann auch die Technologie weiter nutzen können und dass Bürgerinnen und Bürger deswegen auch weniger Brüche haben, die zu Problemen führen.
00:20:20: und die EU stellt sicher, dass diese Building Blocs, die bereitgestellt werden qualitativ hochwertig sind, weiterentwickelt werden und das Entwicklerinnen und Entwickler auch einen niedrigweiligen Zugang dazu haben.
00:20:33: Also worauf ich hinaus möchte?
00:20:34: Dieser Ansatz den wir als Agora letztes Jahr angesprochen haben, den viele andere Länder auch fahren gibt es in Deutschland in etwas fragmentierter Form.
00:20:44: die föderale Digitalstrategie zwanzig dreinzwanzig, die ja auch die FITCO maßgeblich mitgestaltet hat hat hier auch das Bekenntnis schon im Jahr- und Jahrzehnt.
00:20:56: Wir streben eine plattformbasierte Verwaltung an, also wir sind eigentlich gerade auf einem guten Weg.
00:21:02: Das Herausforderde ist, wir sind am Anfang des Weges und haben die historisch gewachsene Landschaft.
00:21:07: und da kommen die Herausforderungen mit sich weil das große Problem dass wir bisher hatten ist, dass wir nicht in die Breite kommen und das ist der Punkt den du ja auch noch mal eben angesprochen hast.
00:21:17: Dort spielt die Musik.
00:21:19: Dort wird auch verstanden, wie die Eigenheiten ticken und dort werden auch verstanden, wie mit den Menschen umzugehen ist vor Ort.
00:21:27: Erst mal ganz herzlichen Dank für dein leidenschaftliches Plädoyer für den Föderalismus!
00:21:31: Das ist nämlich genau das was ich auch mal sage.
00:21:33: Föeralismus ist das Wichtigste auch aus unserer Historie in Deutschland glaube ich, was uns immer noch das gewährleistet, was wir jetzt aktuell haben.
00:21:41: Und wenn man dann zum Thema ja Verwaltungs-Digital und Födralismus das passt nicht zusammen da sag' ich mir naja wenn man doch eigentlich Föderalismus organisieren kann, dann doch gerade mit IT.
00:21:51: Also das ist ja für mich... Offen ist ja diese Kontraproduktive oder diese Kontrasicht hier immer so im Raum, IT kann Föleralismus.
00:21:58: Gerade IT kann ja Föteralismus abbilden man muss es nur schlau machen und man muss organisieren.
00:22:03: So zum Organisieren möchte ich dich jetzt auch mal ein paar Sachen fragen.
00:22:08: du hast ja auch viel aus deiner Zeit des Baragora berichtet und gerade natürlich die internationale Sicht hier eingebracht.
00:22:15: Jetzt der jetzige Aufbau, den wir jetzt aktuell haben.
00:22:18: Wir haben den IT-Planungsrat gesichert, der in einem staatlichen Ordnungsrahmen funktioniert.
00:22:25: Wir ham dann mit der FITCO wo du jetzt seit April tätig bist.
00:22:29: Dann tastet ihr auch immer den Muskelarm dieser föderalen Arbeit.
00:22:35: Erklär mal so ein bisschen was machst Du jetzt mit Deiner Abteilung bei der FIDCO und was sind die Themen in Richtung Architektur?
00:22:43: So die Schwerpunkte, die du jetzt wirklich mit deiner Abteilung dort
00:22:46: hast.
00:22:47: Ja klar, sehr gerne.
00:22:48: Und darüber rede ich auch sehr gerne weil das mein Alltag derzeit sehr stark natürlich tangiert seit dem ersten vierten und dass meine Lieblingsthemen auch derzeit sind.
00:22:57: also erst einmal müssen wir festhalten die FITCO ist eine Behörde.
00:23:01: Wir sind eine Behöhe die den IT-Planungsrat in der Umsetzung unterstützt Das heißt ein strategisches Gremium wo wir CIOs der Länder haben Die gemeinsam mit dem Bund die von föderaler Relevanz sind für die föderale Verwaltungsdigitalisierung, aber auch teilweise für andere Bereiche.
00:23:23: Und die Beschlüsse, die hier raus ploppen, landen dann in aller Regel bei uns und wir schauen uns dann an okay Wir haben jetzt den Auftrag erhalten dass wir architektonische Arbeit leisten sollen.
00:23:35: Wir haben den Auftakt erhalten das wir jetzt Produktarbeit leisten sollen weil wir folgenden Bedarf auf die Planungsrat-Ratzebene entdeckt haben Und dann haben wir den Punkt hast du ja auch gerade nochmal angesprochen, relativ frisch.
00:23:49: Den IT-Planungsrat gibt es seit Jahrzehnten.
00:23:52: Ich hatte ja vorhin schon die Federalismusreform erwähnt.
00:23:55: Die ist aus dieser Federalismus-Reform heraus entstanden der IT- Planungsrat und seit einigen Jahren haben wir jetzt eine Digitalministerkonferenz.
00:24:03: weil wenn wir uns die Fachministerkonverenzen Liste mal anschauen, das ist die Lüste relativ groß und ich hatte mich tatsächlich auch schon in den letzten Jahren gefragt wäre es nicht folgerichtig dass auf dieser Ebene dann auch das Thema Digitales verankert wird.
00:24:17: Das Ganze ist auch so gekommen, ich bin froh weil es insbesondere die Ebene wo wir politische Verabredung treffen können um dann über einen IT-Planungsrat und eine FITCO und auch weitere Player diese Umsetzung durchzuführen.
00:24:33: Und derzeit ist es so dass wir ein Deutschlandsteck haben.
00:24:36: Wir hatten's ja gerade schon thematisiert.
00:24:39: Ihr hattet das Thema Deutschlandstecks ja auch schon in euren Kommunikationen divers Kommunikationskanälen ja auch schon mehrfach thematisiert.
00:24:46: Deswegen würde ich jetzt nicht allzu sehr in die Tiefe im Deutschlandsteig gehen, das hatte ich ja auch vorhin kurz angesprochen, Basisdienste, du bindest das ein um schneller und günstiger Fachverfahren zu bauen und moderner als auch Verwaltungsleistung zu bauen.
00:24:58: Und dass Thema, das häufig untergeordnet in diesem Kontext betrachtet wird oder zumindest in meinen Augen im letzten Jahr besonders untergeordnete betrachtet wurde ist das Thema Architektur.
00:25:08: Die Frage ist natürlich wie spielen diese Dienste denn überhaupt zusammen?
00:25:11: Wir können, ich kann hier zu Hause eine Tür entwickeln und in eine große Tür bauen.
00:25:20: Meine Nachbarn könnten eigentlich ständig Türen bauen aber solange das Ganze nicht abgestimmt ist miteinander werden diese Tünen anders aussehen.
00:25:27: Diese Tüben werden nicht miteinander funktionieren können und nicht in den selben Rahmen passen weswegen es auch hier wichtig ist einen entsprechenden Bebauungsplan dann auch vorzugehen.
00:25:36: so stelle ich mir Architekturarbeit vor und so versuche ich auch Architektorarbeit zu übersetzen.
00:25:41: Das ist tatsächlich relativ gut vergleichbar mit der klassischen Architektur, die wir haben.
00:25:45: Bevor wir ein Haus bauen sollten wir uns Gedanken machen wie sollte dieses Haus aussehen damit die Räume das ermöglichen können was sie ermögliche sollen?
00:25:53: Da stellt sich natürlich die Frage was sollen die Rräume denn überhaupt ermöglichend?
00:25:57: und warum brauchen wir diese Räumen denn überhaupt?
00:25:58: Warum wird dieses Haus denn gebaut und hier kommt die Architektorarbeit rein dass beispielsweise so über Fähigkeitenkarten festgestellt wird Welche Capabilities brauchen wir denn überhaupt?
00:26:09: Wenn man jetzt bei dem Analogen Haus bleiben will, das Beispiel.
00:26:12: Das wird ein Bürogebäude.
00:26:13: Es muss sichergestellt werden, dass die Menschen am Computer arbeiten können.
00:26:17: Dass es Räume gibt für Austausch, dass es Röme gibt wo wir Infrastruktur hinstellen können und so weiter und sofort.
00:26:24: Und dieselbe Logik ist natürlich auch anwendbar im digitalen Raum.
00:26:27: Wofür brauchen wir XY?
00:26:30: Das sollte festgestellt werden.
00:26:31: und das geht dann über eine architektonische Arbeit.
00:26:33: und hier sind unsere Arbeiten derzeit auf Hochtouren im Kontext der Deutschlandarchitektur um A. für den Aspekt Deutschlandsdeck, hier gab es ja den Beschluss aus dem Frühjahr zu den Basisdiensten als auch zur Peripherie dass wir das in einem Einklang bringen in diesem Haus Und viel wichtiger in meinen Augen, so ein Deutschlandsdeck ist nicht statisch.
00:26:55: Das hätte ich versucht hier am Anfang auch nochmal darauf hinzuweisen, in Finnland sind so und so viele Komponenten... In Indien sind so viele komponentinnen.
00:27:02: spannend es hier.
00:27:03: das verändert sich in den Ländern.
00:27:05: Das bleibt dort nicht statig weil das ja auch naheliegend ist.
00:27:08: die Technologie verändert sich die gesetzlichen Grundlagen verändern sich Die Anforderungen verändern sie und dann müssen wir auch schnell anpassen können.
00:27:14: und insbesondere Hier kommt auch noch mal architektonische Arbeit mit rein um zu verstehen Wo haben wir denn derzeit lücken?
00:27:21: Welche dieser Dienste sollten wir prioritär entwickeln.
00:27:24: Und insbesondere hier neben der architektonischen Arbeit wird es, also das sind dann Artefakte die aus dieser Arbeit heraus entstehen aber wir müssen ja auch Gespräche führen und verstehen wie sehen denn die Anforderungen seitens Länder und insbesondere seitens Kommunen aus?
00:27:38: weil die ganzen Technologien, die jetzt entwickelt werden müssen ja dann am Ende des Tages mit dem Historisch gewachsen.
00:27:44: Dann auch passend auch hier kommt wieder Architekturarbeit rein das aufgezeigt werden kann wie dieser Weg auch aussieht und spannend wird es jetzt in den nächsten Monaten insbesondere für uns weil ich hatte ja am Anfang den Punkt angebracht wir haben relativ heterogene Qualitätsreife bei den bestehenden Produkten die derzeit auch im Deutschlandsteig sind und noch bei den weiteren Produkten.
00:28:06: Wir müssen diese jetzt zeitnah ertüchtigen und hierfür finden derzeit sehr viele Gespräche im Hintergrund statt mit den entsprechenden Player, um zu verstehen nach welchen Prinzipien sollen diese auch ertüchtigt werden.
00:28:18: Und dort kommt auch wieder die Deutschlandarchitektur rein, wo wir Architekturprinzipien entwickelt haben – wo wir aber auch aufzeigen was diese neuen Bausteine, die wir dann entwickeln, tatsächlich leisten sollen.
00:28:30: Also das Ganze muss Hand in Hand gehen!
00:28:32: Im letzten Jahr hatte ich dich Die große Sorge, dass es nicht Hand in Hand geben wird und das wir den Deutschlands Stack aus einer politischen Sicht heraus definieren.
00:28:42: Und aus einer Politischen Sicht heraus dann auch weiterentwickeln.
00:28:45: Wenn's keine politische Sicht ist, sind die Leute am lautesten.
00:28:49: Können wir natürlich alles machen oder wie machen das nachhaltig auf fachlicher Ebene und ich bin mittlerweile sehr guter Dinge, dass wir hier auf einem guten Weg sind.
00:28:57: Und ich bin froh, dass ich innerhalb meiner Abteilung nicht nur sehr idealistisch geprägte Menschen habe sondern auch fachlich hochkompetente Menschen mit denen ich mich zusammensetzen kann wo ich Einschätzungen einholen kann Weil da bin ich auch ganz ehrlich die architektonische Tiefe, die habe ich nicht.
00:29:15: Deswegen habe ich mich aber auch auf diese Stelle beworben damit ich mit den Menschen zusammenarbeiten kann, die diese Tiefe mitbringen so dass wir diese Thematik in den kommenden Monaten voran bringen können.
00:29:25: Ich fand dein Vergleich total super mit einem Bau eines Gebäudes.
00:29:29: Ich hab selber in meinen vorherigen Jobs also mehrere Bauprojekte als Projektleiter verantwortet und dann im Rechenzentrum gebaut Bürogebäude gebaut was man halt so üblicherweise kennt Und ich hab dann ganz viel auch mit meinen Entwicklern gesprochen.
00:29:41: Natürlich ist dann eine agile Software-Entwicklung ein bisschen was anderes, als so einen doch sehr nacheinander zu erfolgen Bau eines Gebäudes.
00:29:50: aber oft kann man sich da einfach mal ein paar Sachen abgucken genau die Frage was brauche ich denn eigentlich?
00:29:55: Was will ich denn auch wirklich haben und passt eigentlich perfekt.
00:29:59: dann nachher zu der Nutzung, zu den Leuten, die zum Menschen, die drinnen sitzen oder dem Maschinen, die da arbeiten.
00:30:04: Oder die Rechenzentren in Infrastruktur, die ich irgendwo reinbaue.
00:30:08: Ich finde, da können sich IT-Projekte unheimlich viel mal abgucken an ganz normalen Gebäude und an Bauprojekten.
00:30:14: Das finde ich jetzt total spannend!
00:30:16: Ich komme mal zurück auf deine Ausführungen zur Architektur.
00:30:22: Es gibt ja schon lange die föderalen IT-Architekturechtlinien Und wie war jetzt, ja ich glaube wir beide auch sagen können ob die in der Durchdringung bis jetzt mal richtig Fuß gefasst haben.
00:30:32: Ich sag mal da hingestellt und das ist relativ positiv ausgedrückt.
00:30:36: Auch beim Deutschland-Stack, wir haben uns als Vitaco sehr engagiert, haben eine Konstellationsrunde teilgenommen, haben dort auch Workshops durchgeführt hatte man natürlich schon ein bisschen das Gefühl weil man hat am Anfang dann schnell über technische Standards gesprochen wo man denkt naja aber Wofür?
00:30:54: Also, also wie ist so dieses Zielbild?
00:30:58: und ich hatte auf dem diesjährigen Wiederfachkongress die Deplanungsrat tatsächlich auch einen tollen Vortrag gehört.
00:31:03: Da ging es nämlich um dieses Thema Deutschlandarchitektur auch und wie der steht und wie das Stand da aktuell auch ist beim BMDS eigentlich dass ja die Arbeit vorher gemacht werden muss aber... Wird das jetzt synchronisiert oder überholt die Architekturarbeit dann doch, was aus meiner Sicht notwendig wäre?
00:31:22: Oder bist du jetzt dafür angetreten genau dieses Überholmanöver zu vollziehen.
00:31:26: Ich glaube du hast es genau richtig erfasst Lars.
00:31:29: in der idealen Welt würde diese architektonische Arbeit zuerst stattfinden und wir würden über dieser Arbeit heraus finden welche Lösungen notwendig sind um das Ziel zu erreichen.
00:31:39: Jetzt ist die Lage, wie sie ist.
00:31:41: Wir haben das Bekenntnis zum Deutschlandstag.
00:31:45: Ich weiß nicht ob du dich an meine Meinungsbeiträge in den journalistischen Medien aus dem letzten Jahr erinnerst?
00:31:51: Ich hatte hier auch noch mal drauf hingewiesen dass es sinnvoller wäre diesen Weg umzudrehen.
00:31:59: im März wurden jetzt Beschlüsse gefasst wo wir diese Festlegung haben was mich positiv stimmt!
00:32:07: insbesondere im Plattformkern nicht auf fünfzig Produkte gesetzt, sondern auf einige wenige.
00:32:12: Es sind fünf Basisdienste auch die wir uns geeinigt haben und wenn ich hier nochmal in die internationale Praxis schaue als auch in die Theorie von Government as a platform und DPI sind das Aspekte die in aller Regel benötigt werden.
00:32:26: also aus diesem Grund sehe nicht mehr so kritisch, wie ich das vielleicht Ende letzten Jahres gesehen habe.
00:32:33: Hätten wir hier andere Komponenten und Dienste ausgewählt die nicht auf diese Logik einzahlen hätte ich nochmal diverse Fragezeichen gehabt.
00:32:40: jetzt gilt es aber diesen Fundus diesen Startpunkt zu nutzen und uns auch insbesondere Gedanken zu machen, wie wir diesen Stack jetzt weiterentwickeln.
00:32:51: Weil meine These – das ist aber auch nur eine These – ist dass wir wesentlich mehr solcher Dienste im Plattformkern benötigen weil es notwendig ist.
00:32:59: In England gibt es beispielsweise etwas Veralte, aber in England gibt's ein Formular-Service um dieselben Formulare im selben Design mit derselben Erfassung landesweit einzusetzen.
00:33:12: anderes Beispiel.
00:33:13: In einem anderen Land gibt es als Basisdienst LLM-Modelle, die ja sicherlich jetzt schon der öffentlichen Verwaltung ein Großteil des Schatten IT ausmacht wenn nicht schon einzelne Verwaltungseinheiten in der Lage gewesen sind und da kenne ich auch einige bzw mittlerweile auch viele die solche Angebote anbieten.
00:33:29: aber das muss jetzt herausgefunden werden insbesondere dann wenn das Stack veröffentlicht wird.
00:33:34: also jetzt gilt der Fokus aufs erste dass wir die bestehenden Produkte ertüchtigen weil diese sind auch Niveau.
00:33:42: In einem nachgelagerten Schritt, sobald dieser Stack dann in der ersten Version auch veröffentlicht wird müssen wir uns aller spätestens Gedanken machen wie wir diesen weiter entwickeln weil hier muss ab diesem Zeitpunkt die Logik greifen.
00:33:55: zuerst die Architekturarbeit um daraus abzuleiten was die korrekte Lösung ist.
00:33:59: und gegebenenfalls haben wir diese Lösung schon weil das ist auch meine These dass wir diese vielleicht auch schon haben und wir dann im zweiten Schritt verstehen sollten ist das Ding denn noch gut genug?
00:34:07: wenn nein raus damit, wie könnte jetzt ein Projektplan aussehen so dass wir eine neue Entwicklung durchfinden und wir uns auch Gedanken machen können.
00:34:15: Wie sich das dann auch integrieren kann?
00:34:17: Also mich freut's lasst, dass du das richtig erfasst hast weil meine Hauptaufgabe in den letzten Jahren war es insbesondere diese Übersetzungsarbeit zu leisten, dass diese Reihenfolge maßgeblich ist für den Erfolg.
00:34:31: Und vor allem gibt es jetzt ja auch unterhalb des IT-Planungsrats.
00:34:34: Ich nenne mir das IT-Architekturboard, wo du ja auch ganz maßgeblich für verantwortlich bist wie Tarkus und Mitglied im IT-Standardisierung-Support.
00:34:42: Da gibts ja auch Gremien.
00:34:44: Das versuchen wir auch mal wieder reinzubringen weil man muss natürlich wenn man über Software Digitalisierung spricht immer das Lifecycle Management irgendwo betrachten.
00:34:52: also ist nämlich nicht so dass sich man jetzt irgendwo per ministerialen Erlass ein Standard als Beispiel Fest setzt und dann funktioniert es von allein.
00:35:03: nein der muss immer wieder geprüft werden.
00:35:04: da gibt's immer wieder alternativen da muss man mussten standard auch irgendwann mal gesagt werden.
00:35:08: das ist nicht mehr der aktuelle wir müssen mal wechseln wobei stander zu bleiben.
00:35:12: Und dass ist glaube ich wichtig dass man diesen life cycle management wie bei einem ganz normalen software produkt dass man das tatsächlich auch in die digitalisierungs vor allem digitalisierungsthemen einbringt, und wie gesagt haben wir gremien für die auch gemäßig kannst du standardisieren sport aussagen, wo wir uns selber auf sehr stark engagieren als vitaco die dann auch wirklich gut funktionieren, die dafür auch genutzt werden müssen.
00:35:31: Weil es ist schon wichtig dass wir alle, alle föderalen Ebenen damit reinbringen.
00:35:35: Denn einen so Punkt der ist natürlich für mich jetzt als kommunaler immer noch so wichtig.
00:35:40: wie gelingt tatsächlich so ein Flächenwallout?
00:35:42: Also wenn man das deutschlandstext ganz konkret ich habe so große Sorgen und ich sage das bei meinen Vorträgen auch immer was macht momentan so ein kommunaler IT-Lienstleister Der betreibt ja Ist mal ehrlicherweise nicht wissenschaftlich analysiert wie viel das sind.
00:35:56: aber ich schätze zwischen zehn und elf völlig verschiedene text in seinem rechen zentrum.
00:36:01: Das heißt dass sind microsoft basierte dienste.
00:36:04: dann hast du kubernetes cluster an der anderen stelle.
00:36:07: die ist das was jenes.
00:36:08: also ganz ganz viel immer sehr stark.
00:36:11: natürlich kommt es daher wo, Das Fachverfahren oder das Digitalisierungsverfahren.
00:36:16: Was braucht es eigentlich für eine Infrastruktur?
00:36:18: Meine große Sorge ist ja immer, jetzt baue ich halt... Ich habe zehn und jetzt kommt der Elfte den ich dann noch zusätzlich so integrieren muss.
00:36:24: Deswegen plädieren wir natürlich auch ganz starker Zitaku.
00:36:27: Der Deutschlands Tech muss dieses Zielbild sein.
00:36:28: Das muss diese Zielumgebung sein auf die man sich hinentwickeln kann.
00:36:34: Auf die man dann auch sich zukunftsfähig dann offensichtlich auch aufstellen kann.
00:36:39: Damit wir nicht in die Gefahr kommen, ist es einfach nur noch als zusätzlichen Stack zu sehen.
00:36:43: So meine Sicht der Dinge!
00:36:45: Wie siehst du denn konkret den Rollout in der Fläche auch für umsetzbar oder für machbar?
00:36:55: Welche Rolle können IT-Dienstleister öffentliche private kommunale welche können und müssen die da vielleicht sogar einnehmen damit das tatsächlich dann vorn ankommt?
00:37:04: Ja, vielleicht zwei Gedanken dazu.
00:37:06: Also der erste Gedanke es wird nicht ohne euch, die Dienstleister oder die öffentlichen Einheiten, die bisher in der IT-Landschaft gearbeitet haben und die wird das nicht funktionieren.
00:37:19: Das in meinen Augen war eines der Hauptprobleme in der Vergangenheit dass wir nicht in die Breite gekommen sind weil wir vielleicht auf einer federalen Ebene gewisse Entscheidungen getroffen haben und uns gedacht haben ja das wird dann sicherlich wie in den anderen Bereichen sein und da wird das überall ankommen.
00:37:33: Ja, nee.
00:37:34: Ich weiß nicht ob es Sinn ergibt, doch wir da nochmal das Thema ausprobieren sollten!
00:37:39: Wir stehen jetzt bis zum Ende des Jahres im engen Austausch mit dem Bundesdigitalministerium als auch mit den Ländern um so eine Meilensteinplanung zu definieren und dazu gehören dann auch Gespräche mit den entsprechenden Plänen also dass verstanden werden kann wie so eine Umstellung passieren kann und wann diese Umstellung auch passieren kann.
00:38:00: Viel wichtiger, das ist der Punkt den du am Anfang angesprochen hast, ist zu verstehen warum sie das denn überhaupt machen sollen?
00:38:06: Was haben Sie denn davon?
00:38:07: Welche Mehrwerte sind davon ersichtlich?
00:38:10: Spare ich davon Geld und sinken dann Entwicklungskosten in der Zukunft, Betriebskosten besser beantwortet werden, als sie bisher beantworten worden sind.
00:38:24: Ich kann verstehen auf der anderen Seite dass der Druck das ist bei allen föderalen Ebenen leider vorhanden ist relativ hoch also sowohl da Zeitdruck als auch der inhaltliche Druck Resultate zu liefern.
00:38:36: aber wir sollten hier nicht in die Richtung gehen, dass wir diese Gespräche außer Acht lassen weil ansonsten wird das nicht in die Breite kommen und es muss uns klar sein.
00:38:45: Das sollte Themen zur Integration, solche Themen zu was heißt das Potenzial auch für ein Geschäftsmodell von einzelnen IT-Dienstleistungen weil wenn wir ganz klassisch nach DPI und Government als Plattformlogik gehen Sehen wir hier einen sehr neuen Markt, der entstehen kann.
00:39:07: Aber das muss auch entsprechend kommuniziert werden und es muss kommuniziert sein, dass das auch der Weg ist den wir in den nächsten Jahren einschlagen.
00:39:14: Das was ich in der Privatwirtschaft auch mal sehr stark gelernt habe... Planungssicherheit ist sehr wichtig.
00:39:20: Wenn du deine Planungssicherheit nicht hast, es ist eine schwierige Entscheidung einer Investition zu tätigen oder eine Investition nicht zu tätig und das ist auch etwas was wir unterspreche ich weniger auf exekutiv Ebene aber insbesondere auch noch mal auf politischer Ebene stärker voranbringen müssen so dass wir diese Planung sicherheit Auch für unser ökosystem dann auch geben können sodass die investition getätigt werden sodass darauf verlassen ist X-Monaten oder in X Jahren folgendes Produkt dann vorhanden ist.
00:39:52: Aber wir stehen hier gerade am Anfang und diese Gespräche werden jetzt geführt, es wird zu einer Meilensteinplanung führen und diese werden auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt über die Gremien, die darüber bestimmen und bis dahin werden diese Gesprächen geführt.
00:40:07: Wenn das nicht passiert, können wir es eigentlich auch sein lassen.
00:40:10: aber es passiert und das ist vorgesehen.
00:40:13: Da
00:40:13: spricht ein ganz elementarer Punkt auch an!
00:40:15: Das ist das Thema... Planungssicherheit ist nicht im Sinne eines fünf Jahresplans, wie man es mal früher aus anderen ehemals deutschen Staaten noch so kennt.
00:40:26: Sondern tatsächlich diese Sicherheit dass wenn ich jetzt einen großen Re-Invest oder einen großen Invest starte denn das muss uns allen auch klar sein die Software die wir momentan vorfinden über Cloud Native da sprechen wir vielleicht so wenn wir Glück haben zehn bis zwanzig Prozent stelligen Bereich Cloud Ready Ich bin mal optimist sind wir bei fünfzig Prozent.
00:40:50: Alle andere sind das erst einmal nicht.
00:40:52: und da ist natürlich ein riesiger Invest auch erforderlich um halt eben auf die neuen Technologien, auf neue Software Entwicklung zu setzen.
00:41:00: Und vor allem dass natürlich mit einer unglaublich hohen islamatechnischen und auch in fachlichen Schulden gerade die Fachverfahren, die jetzt ja nicht nur vom Öffentlichen die T-Dienstgleister sondern auch grad von der Privatwirtschaft gebaut worden sind.
00:41:11: Die sind also funktional so gut Ausrufwand entwickelt worden aus dem Sinn im positiven Sinne weiß und als Anforderung von Kunden.
00:41:20: Und die jetzt umzustellen auf eine neue Architektur zu setzen, das ist ein Riesenaufwand der man hat also sowohl natürlich in Personen Power die man da reinstecken muss aber natürlich auch einfach schlicht und ergreifend Geld.
00:41:32: deswegen ist es ganz ganz ganz wichtiger Punkt.
00:41:35: Das betrifft unsere Szene, sag ich jetzt mal.
00:41:37: Unsere Branche.
00:41:37: Wenn man sich natürlich die Entscheidungsträger vor Ort noch mal anguckt, kennst du ja auch viele Jahre, Jahrzehnte Verwaltungsrat, Sitzung gehabt, da muss man auch mit überzeugen können was bringt mir das denn eigentlich?
00:41:48: Wie wirbt das Thema denn eigentlich bei mir in meinem Haus?
00:41:52: Sei es darum dass ich im Hintergrund des demografischen Wandels, ich verliere eh Leute ohne Ende kann hier eine ein oder andere Stelle vielleicht dann doch ein bisschen Personal einsparen oder bringt mir einfach Vorteile in der Bürgerkommunikation, bringt es mir Vorteil in der Geschwindigkeit wie ich meine Unternehmen mit den entsprechenden Maßnahmen bescheiden.
00:42:12: Dann auch einen Anführungszeichen wie die unterstützten kann einfach Geschwindigkeiten zu bringen.
00:42:17: das ist glaube ich ganz wichtig.
00:42:18: da muss noch ein bisschen dran gearbeitet werden weil wir das doch sehr finde ich in so einer technologie orientierten Architekturebene bis jetzt betrachten und gar nicht so sehr reingehen.
00:42:29: Was sagt denn der Mitarbeiter, der nachher in den Bürogebäude sitzen muss?
00:42:34: Wie kann er dann eigentlich am besten arbeiten?
00:42:36: und ich glaube das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
00:42:39: Das möchte ich auch noch einmal ganz stark unterstreichen dass da noch Potenzial nach oben steckt weil am Ende des Tages sind wir alle Menschen.
00:42:48: Warum sollte ich etwas machen, was mir wenig bringt?
00:42:50: Dafür brauchte es gute Gründe.
00:42:52: Es gibt viele Gründe, warum wir dann Aspekte und Aktivitäten machen die uns weniger bringen aber wie wir wissen dass das dem Großen und Ganzen mehr bringt.
00:43:00: Aber wenn wir hier eine Situation erzeugen können wo Vorteile auf beiden Seiten ersichtlich sind Und sie sehe ich ganz klar Dann sollten wir das auch entsprechend kommunizieren und klar und präzise kommuniziert.
00:43:11: Zustimmung
00:43:13: Das bringt mich eigentlich zum Letzten Thema unseres Podcasts, aber das sind die Menschen.
00:43:19: Wir haben jetzt viel über Technologie gesprochen, über Technik, über Organisationen Governance, über Gremien und Organisationen, die dort tätig sind.
00:43:27: in dem Kontext.
00:43:29: Wie siehst du das denn?
00:43:31: Also ich persönlich fange für mich mal an habe in meiner beruflichen Karriere unglaublich viele fortschrittliche Open Minded Menschen getroffen, also jetzt nicht nur bei IT-Dienstleistern sondern tatsächlich auch in den Kommunen.
00:43:46: Aber natürlich auch mal so das Gegenteil!
00:43:48: Was ist denn für dich eigentlich?
00:43:49: Wie können wir dann eigentlich diesen Innovationsgrad diese Geschwindigkeit... wie kann man das denn eigentlich mit einem... ja, brauchen die da ein Kulturwandel von der den Mitarbeitenden der Verwaltung?
00:44:00: oder was siehst du da als wirklichen Hebel auch an damit dass es vor Ort in allen Ebenen, allen Organisationen besser und schneller geht?
00:44:09: Du sprichst da glaube ich ein sehr wichtiges Thema an und das ist wirklich überhaupt kein grundsätzliches Problem, welches ich persönlich jetzt schon seit mehreren Jahren beobachte und was sicherlich seid.
00:44:19: ein, zwei Jahrzehnten auch schon bei vielen aufgeploppt ist.
00:44:23: Das Thema wie können wir Fachkräfte für die öffentliche Verwaltung gewinnen und binden?
00:44:29: Also das Thema was ich häufig gesehen habe in den letzten Jahren ist dass wir Menschen finden konnten und auch eine kurze Zeit halten konnten und dann plötzlich gesehen haben dass sie doch andere Anreize woanders gefunden haben.
00:44:41: Und hier kommt wieder ganz klar die öffentlichen Verwaltungen als Arbeitgebermarke an.
00:44:49: Verwaltung meine ich dann aber auch das Ökosystem ist hier explizit mit gemeint.
00:44:53: Und da gibt es einfach noch sehr viel Bedarf und Luft nach oben, ich denke womit wir in jedem Fall starten können, dass wir aufzeigen können was wenn Impact erzeugt wird durch die Arbeit, die wir machen.
00:45:05: Die ist real, die ist in meinen Augen unmittelbarer auf kommunaler Ebene als beispielsweise auf Bundesebene also dass du das auch nochmal auf anderer Art und Weise spüren kannst.
00:45:16: Das andere große Thema mich ja auch immer gereizt hat in diesem Kontext, wo ich mich bewege.
00:45:21: Das sind alles komplexe Herausforderungen und komplexere Herausforderungen können gelöst werden.
00:45:27: dafür musst du dir aber Gedanken machen und kreativ werden allerregelt besonders wenn es Kontekste und Probleme sind die schon seit mehreren Jahren vorhanden sind.
00:45:37: Und da gilt es dann zu verstehen, wie können dann auch Koalition geschmiedet werden über Ebenen hinweg.
00:45:43: und ich meine Lars wir haben ja schon relativ häufig jetzt miteinander gesprochen und ich würde behaupten wir haben so eine Ebene erreicht sodass wir sehr deutlich und gut nicht so trotz uns auch Dinge zurück spiegeln können und meine Hoffnung ist dass wir auf dieser Ebene also auf der menschlichen Ebene auch nochmal Potenzial nach oben nicht nur sehen sondern diese auch ergreifen.
00:46:05: Ende des Tages sind wir alle Menschen und wir sollen alle menschlich miteinander umgehen, auch in stressigen Situationen.
00:46:10: Und dann auch verstehen wie man stressige Situation daraus kommen.
00:46:13: Da wäre ich beim Thema Führungsverständnis, Führungskultur.
00:46:16: das ist etwas wo ich einen großen Hebel sehe in der öffentlichen Verwaltung und im Ökosystem so dass insbesondere fachlich versierte Menschen auch das Gefühl haben, dass sie sich gesehen und gewertschätzt fühlen weil wenn dieses Bedürfnis nicht gedeckt ist kann ich es auf menschlicher Ebene sehr gut verstehen, wenn sie dann woanders hingehen und sich anderen anreizen oder Konstellationen widmen.
00:46:41: Und dann wir leider ein weiteres kluges Köpfchen für unsere Welt verloren
00:46:47: haben.".
00:46:48: Ja, ich finde das genauso wie du.
00:46:50: also mich hat an meinem Job immer fasziniert dass ist irgendwo sind wir für dieses Gemeinwohl unterwegs ne?
00:46:56: Das ist eine Gemeinwohlinteresse.
00:46:57: was Sie vertreten staatliche Aufgaben die digital erledigt werden müssen und das fand ich für mich immer ist der Punkt warum ich in dieser speziellen Eigentlich doch sehr speziellen Branchen weil versuch das mal, wenn ich meinen Freund mir versuche zu erklären was eigentlich so kommunale IT-Dienstleister macht.
00:47:14: Da muss wie die anfangen ja du lässt dein Auto zu und das ist dann die IT die da läuft.
00:47:19: Das ist dann so... Ich glaube
00:47:21: meine Freunde verstehen es immer noch nicht.
00:47:23: Dann kapieren sie das so irgendwann mal.
00:47:25: Das war das was mich hier immer total fasziniert hat.
00:47:27: in diesem Bereich also muss ich schon sagen unter.. Ich glaub dass gibt's auch viele Leute die dir das auf richtig vor sich her tragen und sagen wir wissen gerade den letzten Jahren Konnte sehr viel Geld verdient werden privat.
00:47:39: Ich weiß bei mir sind relativ wenig Leute gegangen also fast gar keine.
00:47:42: muss ich zugehen weil das immer noch so mitnehmen und ergänzen.
00:47:46: dazu ist auch wichtig dass man auch die Führung Auch vielleicht im Kommunalverwaltung ist das noch nicht so stark ausgeprägt, aber natürlich auch bei IT-Dienstleisten jetzt egal welcher Art und Weise.
00:47:57: Diese streng hierarchische ich glaube dass muss man irgendwie ablegen.
00:48:00: es kann sich immer jeder alles entscheiden das funktioniert auch nicht.
00:48:03: dann muss man da vorstehen ist hast du halt eine Führungstrafbezahlchef an der Stelle?
00:48:07: Aber mir war zum Beispiel selber immer wichtig wenn wir... Wenn wir Themen an Projekte hatten, wenn wir Probleme hatten und technische Ausfälle hatten, da hat man eigentlich gemerkt wie so eine Mannschaft funktioniert.
00:48:17: Wenn sich jeder gehört fühlt, dann durfte jeder was sagen in diesen Runden.
00:48:20: Da war völlig egal ob Tankungsleiter oder Teamleiter.
00:48:25: sondern da ging es darum, dass das Problem beseitigt wird und dass die Störung beseintigt wird.
00:48:29: Wenn dieses Mitten an sich glaube ich, ist einfach total wichtig!
00:48:33: Und das muss einfach noch mehr erfolgen.
00:48:36: Gibt's jetzt wie ein Fortbildungsprogramm für hier?
00:48:39: Nimm daran Teilchristenzertifikat.
00:48:41: du kannst das Ich glaube nicht.
00:48:42: aber das ist so.
00:48:44: diese Offenheit Das muss einfach mehr bei den Leuten noch rein finde ich
00:48:48: Kann ich nur zustimmen.
00:48:49: Ich kann mir vorstellen, wenn die möglicher da wäre, würden wir auch hier in Deutschland gesetzt erlassen und das zu entzriegen.
00:48:53: Aber das kann man ja eben nicht dazwingen!
00:48:55: Sondern
00:48:55: dass unsere
00:48:56: fördern... Und ich bin auch ein großer Fan davon, dass man sich anschaut wie man dann auch private Beziehungen gestaltet weil vieles lässt sich auf den Arbeitskontext übertragen warum Menschen dann plötzlich sich zurückziehen?
00:49:07: Warum sie defensiv werden?
00:49:08: Warum Sie vielleicht gewisse Risiken nicht frühzeitig melden?
00:49:12: Weil Angstfaktor mitspielt, weil die Person vielleicht früher schon sanktioniert wurde.
00:49:16: deswegen Und ich bin bei dir.
00:49:18: Es ist ein feiner Grad, weil Entscheidungen können nicht überall und unabgestimmt und chaotisch getroffen werden.
00:49:25: aber wenn Vertrauensverhältnis da ist es die Annahme auch da dass die Kommunikation noch mal stärker sein wird und das sollte nochmal gekoppelt werden mit entsprechenden Strukturen, dass wir über strukturelle methodische Ansätze dann auch sollte als solche Informationen oder auch Dinge raus bekommen.
00:49:42: und was ich auch hier in meiner Abteilung also auch in der FITCO einzelne Rolle so in der Form explizit auch immer sage.
00:49:50: Einen Tag, ein Arbeitstag ohne dass ich lache ist ein schlechter Arbeitstag im meinen Augen weil ich mache diese Arbeit natürlich um meine Ziele zu erreichen aber ich machen dieser Arbeit auch mit Menschen zusammenzuarbeiten.
00:50:03: und wenn wir da nicht gemeinsam lachen Ich weiß nicht, du mir etwas erzählt lasst aus der Vergangenheit und ich mich nicht mehr einkriege.
00:50:11: Und wir dann im nächsten Moment trotzdem wieder sehr zielorientiert an dem Thema arbeiten können.
00:50:17: Dann gehe ich sehr entspannt und positiv in den Feierabend.
00:50:21: Ja, wir haben irgendwie relativ schnell festgestellt dass wir die gleichen Hobbys und leidenschaften alle haben.
00:50:28: Interessant oder wirklich?
00:50:30: Na ja gut super war
00:50:31: das!
00:50:32: Das ist eigentlich perfekter Abschluss unseres Podcasts heute.
00:50:36: Von daher würde ich dich zum Schluss eine Sache einfach nur mal fragen, wenn du jetzt aus unserem Gespräch hier heute so eine Sache nochmal für dich nach vorne stellen würdest.
00:50:44: Wo du sagst, liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer, das ist mir eigentlich so mal ganz besonders wichtig?
00:50:50: Was wäre das?
00:50:52: Ich habe zwei Punkte, Lars.
00:50:55: Der eine Punkt ist dass wir mit dem Thema Deutschlands Deck- und plattformbasierte Verwaltung jetzt viel Grundlagenarbeit nicht nachholen aber zusammenführen.
00:51:05: Grundlagenarbeit bedeutet immer, dass die Resultate nicht... unmittelbar sichtbar werden, sondern wir diese erst mit der Zeit sehen werden.
00:51:14: Weswegen ich die Menschen, die in dieser Bubble unterwegs sind bitten möchte dass wir diese Grundlagenarbeit jetzt so sinnvoll wie möglich gestalten sodass wir dann auch schnell Mehrwerte schaffen können für Bürgerinnen und Bürgern weil sie dann merken du das ist ja viel einfacher geworden mit dem Staat Ich vertraue jetzt den Stadt er ist handlungsfähig geworden Und auch für Verwaltungsmitarbeiten der als auch für IT-Dienstlässe.
00:51:37: Du was wir hier bauen Das macht Spaß bauen und wir erfüllen die Anforderungen.
00:51:43: Die Menschen sind glücklich, das ist der erste Punkt.
00:51:45: oder zweite Punkt.
00:51:46: Es ist ganz wichtig dass wir verstehen warum wir das Ganze machen und da sehe ich Potenzial dass wir aus der Verwaltung heraus, aus der Politik heraus, Aus dem Medienwesen heraus auch entsprechend Übersetzungsarbeit machen damit verstanden wird warum diese Grundlagen Arbeit so gemacht wird und warum das zu einem Paradigmenwechsel führen wird.
00:52:06: weil wenn wir es nicht verstehen dann kann ich auch verstehen, wenn Menschen nicht mitziehen.
00:52:10: Und das ist ganz wichtig.
00:52:11: Kommunikation ist das A und O weil ... Ich kann mich da nur wiederholen am Ende des Tages sind wir Menschen.
00:52:17: Lieber Thila!
00:52:17: Ganz herzlichen Dank für deine Zeit!
00:52:19: Für die tiefen thematischen Einblicke und vor allem für dieses wunderbare unsympathische Gespräch!
00:52:24: Lieber Lars der Dank is ganz auf meiner Seite.
00:52:27: Ich hatte großen Spaß und ich möchte hier an dieser Stelle auch nochmal betonen dass sich eure Arbeit sehr wertschätze und ich mich auch auf eine Zusammenarbeit in den kommenden Monaten als auch Jahren sehr freue.
00:52:37: Darauf räume ich auch lieber Tilak.
00:52:40: In der nächsten Ausgabe unseres Podcasts haben wir einen Überraschungskast für euch und danach senden wir live von das Markantikonvention in den vergangenen Jahren, wo wir mit unserem Partner der GAF Digital ein Gemeinschaftsstand haben.
00:52:52: Bis dahin alles Gute Euer Lars Hopmann.
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